PPWR und RFID: Wiederverwendbare Ladungsträger in der Supply Chain verfolgen
Die europäische Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) markiert einen wichtigen Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft. Die neue Verordnung soll Verpackungsabfälle reduzieren, die Wiederverwendung fördern und Verpackungen besser recyclingfähig machen.
Die Auswirkungen der PPWR gehen jedoch über Verpackungen hinaus. Unternehmen müssen zunehmend nachweisen können, wo sich Ladungsträger befinden, wie oft sie genutzt werden, wie effizient sie zirkulieren und wer innerhalb der Kette für ihre Verwaltung verantwortlich ist. Digitalisierung, Tracking und Datenerfassung werden dadurch zu immer wichtigeren Bestandteilen einer zukunftssicheren Supply Chain.
Was ist die PPWR?
Die PPWR ist die neue europäische Verordnung für Verpackungen und Verpackungsabfälle. Die Regelung konzentriert sich auf den gesamten Lebenszyklus von Verpackungen und ermutigt Unternehmen, auf mehr wiederverwendbare Verpackungssysteme umzusteigen.
Für Branchen, in denen wiederverwendbare Kisten, Trays, Paletten und Behälter eine wichtige Rolle spielen, bedeutet dies, dass zirkuläre Logistiksysteme immer weiter ausgebaut werden.
Damit entsteht auch eine neue Herausforderung:
Wie verwaltet man Tausende von Ladungsträgern, die sich kontinuierlich durch die Kette bewegen?
Wiederverwendung erfordert Transparenz
Je häufiger ein Ladungsträger wiederverwendet wird, desto wichtiger wird es, Einblick zu haben in:
- Den Standort der Assets
- Die Anzahl der Umläufe
- Den Reinigungsstatus
- Die Verfügbarkeit
- Der Verlust und Beschädigung
- Die Verantwortlichkeiten innerhalb der Kette
Während Unternehmen früher vor allem Produkte verfolgten, entsteht nun ein zunehmender Bedarf, auch die Ladungsträger selbst zu überwachen.
RFID spielt eine immer größere Rolle
Um wiederverwendbare Betriebsmittel effizient zu verwalten, setzen immer mehr Unternehmen auf RFID-Technologie.
Mit RFID-Tags können Kisten, Paletten, Trays und Behälter automatisch identifiziert und während ihrer Bewegung durch die Supply Chain registriert werden.
Dies bietet Vorteile wie:
- Weniger manuelle Erfassungen
- Schnellere Verarbeitung
- Mehr Einblick in die Assetnutzung
- Bessere Bestandsgenauigkeit
- Weniger Verlust von Ladungsträgern
Für Pooling-Unternehmen und große Logistikorganisationen kann RFID eine wichtige Rolle bei der Kontrolle der Betriebskosten spielen.
Digital Product Passport: mehr Transparenz in der Kette
Neben der PPWR arbeitet Europa auch an der Einführung des Digital Product Passport (DPP).
Ziel ist es, relevante Informationen während des gesamten Lebenszyklus von Produkten und Materialien digital verfügbar zu machen. Auch wenn die konkrete Umsetzung je nach Branche unterschiedlich sein kann, reiht sich diese Entwicklung un denselben übergeordneten Treind ein: mehr Transparenz, mehr Rückverfolgbarkeit und mehr datengestützte Entscheidungen. Für wiederverwendbare Ladungsträger kann dies bedeuten, dass Informationen zu Nutzung, Wartung, Reinigung und Lebensdauer für alle Beteiligten in der Kette besser verfügbar werden.
Asset Tracking wird immer wichtiger
Wenn mehr Unternehmen auf wiederverwendbare Verpackungen umsteigen, steigt auch die Bedeutung des Asset Trackings.
Eine verlorene Kiste oder Palette mag harmlos erscheinen, kann jedoch im großen Maßstab zu Folgendem führen:
- Zusätzlichen Investitionen in Ersatz von Betriebsmitteln
- Störungen in der Logistikplanung
- Höheren Betriebskosten
- Geringerer zirkulärer Effizienz
Durch Echtzeit-Einblick in Asset-Standorte können Unternehmen besser vorhersagen, wann Ladungsträger zurückkehren, wo Engpässe entstehen und wo Verluste auftreten.
Supply Chain Visibility als Wettbewerbsvorteil
Die Kreislaufwirtschaft erfordert die Zusammenarbeit zwischen Herstellern, Logistikdienstleistern, Einzelhändlern, Pooling-Unternehmen und Verarbeitern. Das macht Supply Chain Visibility zunehmend wichtiger.
Unternehmen wollen nicht nur wissen, wie viele Assets sie besitzen, sondern auch:
- Wo sich diese befinden
- Wie oft sie zirkulieren
- Welche Parteien sie nutzen
- Wann eine Reinigung erforderlich ist
- Welche Assets Wartung benötigen
Die Kombination aus Tracking, Automatisierung und Datenerfassung ermöglicht diese Einblicke.
Datenerfassung als Grundlage für Optimierung
Mehr Wiederverwendung bedeutet automatisch mehr Daten.
Unternehmen erfassen zunehmend Daten zu:
- Durchlaufzeiten
- Umlaufgeschwindigkeit
- Reinigungsleistung
- Kapazitätsauslastung
- Wasser- und Energieverbrauch
- Assetverfügbarkeit
Durch die intelligente Nutzung dieser Daten können Prozesse weiter optimiert werden, und Unternehmen können nachweisen, dass ihr zirkuläres System effizient funktioniert.
Verantwortlichkeiten innerhalb der Kette verändern sich
Ein wichtiger Effekt der PPWR ist, dass Verantwortlichkeiten zunehmend innerhalb der Kette geteilt werden. Während der Fokus früher auf dem Eigentum von Verpackungen lag, verschiebt sich die Aufmerksamkeit nun auf die gemeinsame Verwaltung wiederverwendbarer Assets.
Hersteller, Pooling-Unternehmen, Logistikdienstleister und Einzelhändler werden dadurch zunehmend von denselben Daten und Prozessen abhängig. Genau deshalb werden Standardisierung, Tracking und Transparenz wichtiger denn je.
Was bedeutet das für den Obst- und Gemüsesektor und Pooling-Unternehmen?
Für den Obst- und Gemüsesektor ist diese Entwicklung besonders relevant. Obst- und Gemüseketten nutzen bereits seit vielen Jahren große Mengen wiederverwendbarer Kisten und Behälter. Mit dem wachsenden Fokus auf Wiederverwendung werden diese Systeme immer wichtiger. Für Pooling-Unternehmen entstehen dabei sowohl Chancen als auch Herausforderungen:
Chancen
- Höhere Nachfrage nach wiederverwendbaren Ladungsträgern
- Höhere Asset-Umlaufraten
- Größerer Bedarf an Tracking- und Datendiensten
- Stärkerer Fokus auf Zusammenarbeit in der Kette
Herausforderungen
- Verlust von Assets begrenzen
- Verfügbarkeit sicherstellen
- Reinigungskapazität ausbauen
- Einblick in die Supply-Chain-Leistung schaffen
Die Rolle von Numafa
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Eine zirkuläre Supply Chain benötigt saubere und einsatzbereite Ladungsträger. Tracking, Datenerfassung und Transparenz gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung. Ein Aspekt bleibt jedoch unverändert: Wiederverwendbare Ladungsträger müssen nach jedem Umlauf schnell, zuverlässig und hygienisch gereinigt werden. Mit unseren Reinigungs-, Trocknungs- und Automatisierungslösungen unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Ladungsträger effizient für den nächsten Einsatz vorzubereiten. So sorgen wir für einen reibungslosen und nachhaltigen Kreislauf. Die Zukunft der zirkulären Logistik geht weit über die Wiederverwendung hinaus. Sie erfordert Transparenz, Kontrolle und Zuverlässigkeit entlang der gesamten Lieferkette.
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